19.08.2017

Tagesheilige 19. August St. Sebaldus


Hl. Sebaldus

Einsiedler
* 7./8. Jh. (?)
+ 8. Jh. (?) in Nürnberg, Bayern
Patron von Nürnberg; des Viehs; gegen Kälte.

Das Berühmte Sebaldusgrab in der evangelischen Stadtpfarrkirche St. Sebaldus in Nürnberg zählt zu den bemerkenswertesten Reliquienschreine der Christenheit. Peter Vischer, der berühmte deutsche Erzgießer der Spätgotik, schuf zusammen mit seinen Sohn das Auffallende Bronzegehäuse rund um den gotischen Reliquienschrein aus gestanztem Silberblech. Der Baldachin, der das monumentale Kunstwerk überwölbt, gilt als Meisterleistung des Bronzegusses.

Der Heilige, dem dieses Denkmal geschaffen wurde, ist der Einsiedler Sebaldus, Stadtpatron von Nürnberg. Nach der Überlieferung war Sebaldus im 8. Jh. (möglicherweise aber auch erst um 10./11. Jh.) in die Nürnberger Gegend gekommen, wo er als Glaubensbote wirkte. Mit ziemlicher Sicherheit weiß man auch, daß der Missionar und Eremit vor dem Jahr 1070 in der Nürnberger Peterskapelle, dem Vorgängerbau der heutigen Sebalduskirche, beigesetzt wurde. Woher Sebaldus stammte, lässt sich nicht nachvollziehen. Aufgrund der vielen Widersprüche, die die Person des Sebaldus umgaben, erreichten die Nürnberger die Heiligsprechung ihres Stadtpatrons auch erst 1425; Papst Martin V. nahm die Kanonisation vor. Die Originalurkunde befindet sich heute im Nürnberger Staatsarchiv.


Verehrung/Brauchtum: Der Kult um Sebaldus ist hauptsächlich auf Nürnberg beschränkt. Im Mittelalter genoss der Glaubensboote hier besonders große Verehrung, um seine Gestalt gab es zahlreiche Bräuche; so schlüpften Gläubige unter dem Sebaldus-Sarg hindurch, um Heilung von bestimmten Gebrechen zu erlangen, oder man brachte das Haupt von Sebaldus zu schwangeren Frauen, die sich in gesundheitlicher Gefahr befanden.


Darstellung: Sebaldus ist fast auf allen Abbildungen als Pilger mit Mantel und Hut dargestellt. Seine Attribute sind Stab, Rosenkranz und Muschel, manchmal hat er das Kirchenmodell von St. Sebaldus in Nürnberg bei sich. Verschiedene Szenen aus dem Leben des Einsiedlers sind am Sebaldusschrein von Peter Vischer in der Nürnberger Sebalduskirche zu sehen.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber . Schindler – Pattloch-Verlag

Vierte Erscheinung (am 19. August 1917)



Seit der dritten Erscheinung hatte die freimaurerische Presse Portugals einen Sturm auf die Kinder von Fatima unternommen. Aber gerade diese Angriffe machten die Ereignisse weithin bekannt. Mit Autos, Wagen und Fahrzeugen aller Art eilten die Menschen heran, so dass am 13.August 15 000 bis 20 000 Pilger in der Mulde der Iria der Dinge harrten, die da kommen sollten. Aber die Kinder waren von dem Bezirksvorsteher verhaftet worden! Unter den gemeinsten Drohungen wurden sie entführt und verhört; man versuchte sie durch Lügen, ja durch Androhung des Todes von ihrem „Betrug“ abzubringen. Es würde zu weit führen, die Fülle der Akten hierüber zu zitieren. Aber alle Anstrengungen, die Kinder zu entlarven, waren vergeblich. Es sei nur so viel vermerkt, dass sie, wenige Tage später entlassen, am 19.August durch eine vierte Erscheinung der Gottesmutter in Valinos bei Aljustrel entschädigt wurden. Die allerseligste Jungfrau klagte darüber, dass man sie daran gehindert hatte, zum Ort der Erscheinung zu kommen. Dafür werde das für den Oktober vorausgesagte Wunder weniger eindrucksvoll sein. Dazu forderte Maria mehrmals zu inständigem Gebet und zum Opfer für die Sünder auf. Denn viele seien verloren, weil niemand für sie opfere und bete.

Quelle: „Fatima und Pius XII.“, Johannes Maria Höcht, Credo-Verlag, Wiesbaden, 1999.

Ausführliche Beschreibung des Gesprächs mit den Kindern während Erscheinung lesen Sie in „Fatima, Botschaft der Tragädie oder der Hoffnung?“ herausgegeben von der „Aktion Deuscthland braucht Mariens Hilfe“.



Tagesheilige 19. August: Hl. Johannes Eudes


Johannes Eudes

Ordensgründer CJM
Geboren 14. November 1601 in Ri bei Argentan, Frankreich
Gestorben: 19. August 1680 in Caen, Frankreich

Johannes Eudes – wenige nur kennen diesen Namen, und doch hat dieser Mann im 17. Jh. viel für die Erneuerung des Religiösen Lebens in Frankreich geleistet. „Urheber, Lehrer und Apostel der liturgischen Verehrung des heiligsten Herzens Jesu“ nannte Papst Pius X. den Ordensgründer bei seiner Seligsprechung im Jahr 1909. Papst Pius XI. sprach Johannes Eudes dann am 31. Mai 1925 heilig.
Johannes Eudes kam am 14. November 1601 in dem Örtchen Ri bei Argentan in der Normandie zur Welt. Der hochgebildete junge Mann schloss mit 22. Jahren seine Studien ab und trat in Paris den Oratorianern, der Weltpriestervereinigung bei. Als in seiner Heimat eine furchtbare Pestepidemie wütete, kehrte Johannes Eudes aber in die Normandie zurück, um Kranken und Sterbenden in ihren schweren Stunden beizustehen. Bald schon hatte er einen großen Ruf als Volksmissionar, die Menschen schätzten, ja liebten ihn. Als Prediger umgab ihn ein starkes Charisma. Johannes Eudes hielt insgesamt 110 Missionen, zu denen riesige Menschenmengen strömten.

Der Missionar Eudes erkannte, dass den Gläubigen nichts so sehr fehlte wie gute Seelsorger. Er trat deshalb bei den Oratorianern aus und gründete 1643 sein eigenes Werk, die „Kongregation von Jesus und Maria“, deren Mitglieder auch Eudisten genannt wurden. Bei diesem neuen Orden handelte es sich um eine Weltpriester-Kongregation, die sich die Erziehung und die Ausbildung von Priestern und Volksmissionaren zu Aufgabe machte. In Ihren Seminaren wirkten die Eudisten besonders dem zu jener Zeit in Frankreich emporkommenden Jansenismus, einer Romfeindlichen Strömung, entgegen. Dies führte aber in der Folge zu einem harten jansenistischen Verleumdungsfeldzug gegen den Orden von Eudes.
Johannes Eudes, der als größter Missionar Frankreichs in die Geschichte einging, starb knapp 80jährig am 19. August 1680 in Caen an der französischen Nordküste. Über seine Grabstätte ist nichts bekannt; in Caen ist die Kirche Saint-Jean nach Eudes benannt.
Darstellung: Johannes Eudes ist als Priester mit einem Buch und dem Herzen Jesu abgebildet.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

18.08.2017

Das erste offizielle Gebet zur Unserer Lieben Frau von Fatima


Zur 10. Jahresfeier der Marienerscheinungen in Fatima genehmigte der Bischof von Leiria das erste ofizielle Gebet an die Muttergottes unter der Anrufung „vom Rosenkranz von Fatima“.

O Unbefleckte Jungfrau, die Du einst durch Deinen heiligen Rosenkranz die unheilvolle Häresie der Albingenser im Schoße der Kirche vernichtet hast, durch den Du die Christenheit vor der muslimischen Gefahr befreit hast, und die Frömmigkeit der Gläubigen gestärkt hast; vernichte auch im Portugiesischen Volk durch eine vertiefte Andacht zu Dir die tödlichen Keime die den Glauben schwächen, befreie es vor allen internen und externen Gefahren, die die Reinheit seiner Sitten gefährden, stärke es mehr und mehr, dass der echte Geist der Frömmigkeit wieder aufblühe, der es in der Vergangenheit zu einem allerchristlichsten, treuesten und evangelisierenden Volk machte.
Da Du mit einem unaussprechlichen Beweis der himmlischen Vorliebe dich gewürdigt hast, dieses Volk zu besuchen, das stolz darauf ist, Dein Vasall zu sein, und ihm von den Hügeln von Fatima gezeigt hast wie lieb und teuer es Deinem Herz ist, höre nie auf, o liebenswürdigste Mutter, es mit dem Erweis dieser Vorliebe stets zu bestärken. Lass Deine barmherzigen Blicke auf ihm ruhen, lass es mehr und mehr Deinen milden Schutz und die süßen Reize Deines Herzens spüren, das ja ein Mutterherz ist.
Segne, o Unbefleckte Jungfrau, das Land, das Du Dich gewürdigt hast zu besuchen, ziehe alle Portugiesen an Dich, erweise ihnen die Schätze Deiner Liebe, zeigen ihnen die Geheimnisse Deines mütterlichen Herzens, mache aus jedem portugiesischen Herzen ein Organ, das aus Liebe zu Dir vibriert und aus ganz Portugal ein Heiligtum der Liebe, das mit kindlicher Zärtlichkeit Deine mütterliche Fürsorge erwidert und somit verdient jetzt und für immer das Land von Santa Maria genannt zu werden. Amen.

Es darf gedruckt werden  und Wir gewähren einen Ablass von 50 Tagen jedes Mal wenn es von den Gläubigen gebetet wird mit anschließendem Vaterunser und Ave Maria in den Meinungen der Heiligen Kirche.

Leiria, den 20. Januar 1927.
 † JOSÉ, BISPO DE LEIRIA.

Doc. 87 1927-01-20, Leiria

Gebet zur Unserer Lieben Frau von Fatima , mit dem Imrpimatur von Dom José Alves Correia da Silva, Bischof von Leiria.

Publ.: DCF, IV-4 - Doc. 878

Eigene Übersetzung aus dem Portugiesischen

Muttergottes: Sie hat Verständnis für alles


Je näher der Mensch Gott ist, desto näher ist er den Menschen. Das sehen wir an Maria. Der Umstand, dass sie ganz bei Gott ist, ist der Grund dafür, dass sie auch den Menschen so nahe ist. Deshalb kann sie die Mutter jeden Trostes und jeder Hilfe sein: Jeder kann es in seiner Schwachheit und Sünde wagen, sich in jeder Art von Not an diese Mutter zu wenden, denn sie hat Verständnis für alles und ist die für alles offene Kraft der Schöpferischen Güte.

Quelle: www.papstbenediktxvi.ch – Marianische Liga – Verbandsorgan 13. Jg. /Nr. 1 (September 2011 – Sonderausgabe)

Tagesheilige 18. August: Hl. Helena, Kaiserin


HelenaKaiserin
Geboren: um 255 in Bithynien, heute Türkei.
Gestorben: 18. August 330 in Nikomedien, heute Izmid, Türkei
Patronin von Frankfurt, Pesaro und Ascoli; der Bistümer Trier, Bamberg und Basel; der Färber und Nadler; der Bergwerke; der Schatzgräber; gegen Blitz und Feuer; zur Auffindung verlorene Gegenstände; zu Aufdeckung von Diebstählen
Jeder Rom-Besucher kommt während seines Aufenthaltes in der Ewigen Stadt am Capitol-Hügel vorbei. Fast jeder steigt auch hinauf und genießt den Blick, nach vorne zum Emanuel-Nationaldenkmal, nach hinten über das ihm zu Füßen liegende Forum Romanum. Die wenigsten aber beachten die schlichte Kirche mit der mittelalterlichen Fassade, die nur wenige Meter neben den Gebäude auf dem Capitol liegt: S. Maria in Aracoeli. Doch ein Besuch in dem Gotteshaus, zu dem eine gewaltige Freitreppe mit 122 Stufen hinaufführt, lohnt sich.
Das Bemerkenswerteste in dem Gotteshaus ist eine kleine, achtsäulige Kapelle im ersten Querschiffsflügel der Kirche. Sie ist Helena, der römischen Kaiserin und Mutter von Konstantin dem Großen, geweiht. In dem zierlichen Grabmal werden in einer Porphyr-Urne Reliquien Helenas aufbewahrt. Weitere Reliquien der Kaiserin beanspruchen die Städte Hautvillers und Paris in Frankreich sowie Trier.
Helena die Tochter eines heidnischen Gastwirtes, wurde um das Jahr 255 im damaligen Bithynien, an der Nordwestküste der heutigen Türkei, geboren. Aus ihrer Beziehung zu dem späteren Kaiser Constantin I. Chlorus stammte ihr Sohn Konstantin, der als „der Große“ in die Geschichte eingehen würde. Kaiser Konstantin empfing zwar erst 337 auf dem Sterbebett das Taufsakrament, stand dem Christentum – nach den grausamen Christenverfolgungen seiner Vorgänger – jedoch immer freundlich gegenüber. Helena hatte sich bereits im Jahr 312 bekehrt und taufen lassen.
Eifrig bemühte sie sich danach um das Christentum. Unter Mithilfe ihres Sohnes ließ sie zahlreiche große Kirchen bauen; so gehen angeblich die Kreuzeskirche in Jerusalem. Die Apostelkirche in Konstantinopel und die Geburtskirche in Bethlehem auf Helena zurück.
Erwähnenswert ist auch der Bau der römischen Kirche Sta. Croce in Gerusalemme (Heiliges Kreuz in Jerusalem). Diese Basilika, eine der sieben römischen Pilgerkirchen, soll auf Bitten Helenas von Konstantin errichtet worden sein und als Aufbewahrungsort des Kreuzes Christi, das Helena 326 in Jerusalem gefunden haben soll, gedient haben. Heute geht der Besucher von der unterirdisch gelegenen Helena-Kapelle aus in die sogenannte Reliquienkapelle, die einige der kostbarsten Besitztümer der römisch-katholischen Kirche birgt: drei Bruchstücke des Heiligen Kreuzes, zwei Dornen der Dornenkrone Christi, einen Kreuznagel, ein Stück der Inschrifttafel (INRI) und den Finger des „ungläubigen“ Thomas.

Kaiserin Helena – ihr Sohn hatte ihr 327 diesen Titel verliehen – soll es auch gewesen sein, die die Reliquien des Apostels Matthias nach Trier brachte.

Helena starb sieben Jahre vor ihrem Sohn Konstantin am 18. August 330 in Nikomedien, dem heutigen Izmid in der West Türkei.
Tiepolo: Die Kreuzauffindung

Verehrung/Brauchtum: In der Ostkirche w
ird der Gedenktag Helenas gemeinsam mit dem ihres Sohnes Konstantin am 21. Mai begangen.
Darstellung: In der östlichen Darstellung erscheint Helena meist zusammen mit ihrem Sohn, beide halten einen Kranz. Abbildungen von Helena im Osten sind seit dem 9. Jh. bekannt. In der abendländischen Kunst ist die Kaiserin etwa ab dem 12. Jh. dargestellt worden, fast immer mit Kaiserkrone und Kirchenmodell und/oder Nägeln (Gründungen und Kreuzauffindung).

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag


17.08.2017

Warum ist Maria traurig?

Am Vortag von Maria Himmelfahrt...

Marienstatue umgeworfen am katholischen Seniorenheim von Evansville

Die katholische Diözese Evansville wurde Opfer einer Vandalismusakt an einem Gebäude im Norden der Stadt in dieser Woche getroffen.
Eine Statue der Jungfrau Maria wurde von einem unbekannten Mann Samstag am Sarto Seniorenheim in Kentucky Avenue niedergestoßen. Laut Polizeibericht kam der Verdächtige mit einem Auto, parkte an der Nordseite des Heimes kurz vor 22:30 Uhr des vergangenen Samstags, stieg aus dem Auto, stieß eine Statue der Jungfrau Maria um, die Teil der Landschaftsgestaltung war und fuhr weg.

Keine andere Untat wurde gemeldet, und die Motive des Mannes sind noch unbekannt.

Hier können Sie die Nachricht im Original mit dem Film der Überwachungskamera ansehen

„Ich kenne die Meinen“


Unser Herr Sagt: „Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich!“ – „Ich kenne die Meinen!“
Wie freuen wir uns darüber, daß Du uns kennst! So viel werden wir verkannt und wie verkannt! Du kennst uns gut mit unseren guten und bösen Seiten, ja wir haben auch gute Seiten, über die Wir uns freuen dürfen und für die wir danken müssen. Wir leugnen sie nicht ab. – Du kennst auch unsere schlimmen Seiten und weißt sie viel besser zu entschuldigen als die Menschen. – Aber wir kennen auch Dich mit Deinem so lieben, grundgütigen Herzen. Und weil wir Dich kennen, werden wir trotz unserer Schwächen und Fehler nicht irre an Dir, sondern vertrauen fest auf Dich und fühlen uns bei Dir geborgen. – Du kennst mich – das ist mein Trost. – Ich kenne Dich – das ist meine Hoffnung und Zuversicht. – Du – der gute Hirt! Und ich – das Schäflein Deiner Herde! – Du gibst Dein Leben für mich. – Was soll ich Dir geben? – Vielleicht Heute einmal ein ganz tadelloses Tageswerk . . .

„Du allein durchschaust das Herz aller Menschenkinder.“
(3 Kön. 8, 39.)


Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD.


 



„Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe“ (Joh 10,11)



Was das Wohlwollen Gottes ganz und gar auf uns herabzieht, ist unsere Sorge für den Nächsten. Deshalb fordert Jesus von Petrus diese Bereitschaft: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortet: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Darauf sagt Jesus zu ihm: Weide meine Schafe.“ Warum wendet sich Jesus an Petrus und übergeht dabei die anderen Apostel, die gemeint waren? Weil Petrus der Erste der Apostel war, ihr Sprecher, Vorsteher des Apostelkollegiums, so dass selbst Paulus eines Tages ihn, nicht einen anderen, aufsuchte, um seinen Rat einzuholen (Gal 1,18). Um Petrus klarzumachen, dass er Vertrauen fassen solle und dass seine Verleugnung kein Thema mehr ist, gibt er jetzt Petrus den Vorrang vor seinen Brüdern. Er spricht nicht von seiner Verleugnung und hält ihm Vergangenes nicht vor. „Wenn du mich liebst“, sagt er zu ihm, „ so gehe deinen Brüdern voran, und stelle die Hingabe, die du mir immer so freudig bezeugt hast, jetzt unter Beweis. Dein Leben, das du für mich hinzugeben immer bereit warst, das gib nun hin für meine Schafe“ [...] 

Petrus bereut sein Verrat bei Maria
Petrus aber ist beunruhigt bei dem Gedanken, er habe es für möglich gehalten zu lieben und habe in Wirklichkeit nicht geliebt. Er sagte sich: So sicher ich meiner selbst in der Vergangenheit war, so ratlos bin ich jetzt. Jesus fragt ihn dreimal und erteilt ihm dreimal den gleichen Befehl. So zeigt er ihm, wie viel wert ihm die Sorge für seine Schafe ist, da er ihm damit den größten Beweis seiner Liebe liefere. 

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer 
Homilie 88 über das Evangelium nach Johannes; PG 59,477 


Evangelium Tag für Tag, 13 Mai 2016

Tagesheilige 17. August - Hl. Franz Sales Handwercher


Franz Sales Handwercher
Priester, „Segenspfarrer“

Geboren 3. Juni 1792 in Oberhausen, Bayern
Gestorben 17. August 1833 in Oberschneiding, Bayern

Als „Segenspfarrer aus Oberschneiding“ ging Franz Sales Handwercher in die Geschichte Nieder-Bayerns ein. Der Priester erschloss den Gläubigen seiner Zeit, ganz besonders aber den Mitgliedern seiner jeweiligen Pfarreien, wie zuletzt in Oberschneiding, den eucharistischen Segen. Hunderte von Menschen kamen sonntags in die Messe zu Pfarrer Handwercher, und selbst an den Werktagen, auch während der Ernten, war die Kirche gut gefüllt. Erfüllt von unerschütterlichem Vertrauen in die Kraft des Priestersegens, segnete Franz Sales Handwercher Gesunde und Kranke, Lebende und Verstorbene, Wohnungen und Ställe. Von weither brachten ihm Angehörige Kranke Familienmitglieder, und es heißt, Handwercher habe manche  Heilung vollbracht. Die Überzeugung des Pfarrers war es: Wenn die Priester segnet, dann segnet der Heiland.
Franz Sales Handwerchers Gebeine wurden 1953 in die Pfarrkirche von Oberschneiding übertragen, und bis Heute ist der große Pfarrer des Gäubodens unvergessen. Immer noch pilgern Gläubige an sein Grab.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag